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Radelmaxe
03.04.2009, 14:39
Aus Fehlern kann man bekanntlich lernen...nur dumm das man es nicht bereits vorher wusste. So können beispielsweise ein Hungerast, ein schlechter Sprint, taktische Fehler oder Materialprobleme einen ganz schön zur Verzweiflung bringen...

Was habt Ihr erlebt und welche Tipps könnt ihr Einsteigern oder anderen Radsportlern geben?

Mein schlimmstes Erlebnis war ein Hungerast bei einem wichtigen Rennen. Hatte einfach im Trubel damals vergessen zu essen und plötzlich ging gar nichts mehr. Selbst eine alte Dame mit normalem Rad und Einkaufstaschen hat mich am letzten Berg überholt...seither habe ich immer ausreichend Verpflegung dabei und achte besonders in Wettkämpfen auf die Nahrungsaufnahme.

Postet hier Eure Kommentare....;)

bengatza
06.04.2009, 22:15
Ja, die Geschichte kenn ich irgendwie. Kleine Variation zum Thema:
Die überholende alte Dame auf dem Rad (aus der Vorkriegszeit) ist eine Bäuerin mit Gummistiefeln, die noch zwei volle Milchkannen am Fahrrad mit herumschleppte :(
(Wurde mir so oder ähnlich von einem Triathleten erzählt) :D
Aber mal im Ernst: wer auf dem Rennrad schon mal einen richtigen Hungerast (quasi kurz vorm runterfallen) hatte, will so etwas nie wieder erleben! Deshalb regelmäßig von Anfang an Essen, denn wenn der Hunger erst mal da ist, ist es meist zu spät.

s.miley
07.04.2009, 11:39
Was habt Ihr erlebt und welche Tipps könnt ihr Einsteigern oder anderen Radsportlern geben?
Postet hier Eure Kommentare....;)

Mein schlimmstes Erlebnis war, zu wenig zu trinken. Das Rennen damals war ein "Speed"-Festival an einem heißen Tag, das einem den Griff an die Trinkflasche fast nicht erlaubte. Aber das Problem an sich war eine Flasche, die sich nur schlecht zusammendrücken ließ (Hart-Plastik-Billig-Produkt aus dem Zugabebeutel.) Mit Vollspeed durch die Stadt zu rasen und gleichzeitig an der Flasche saugen, während einem so schon die Luft weg bleibt, ging einfach nicht.
Auf dem Rad hatte ich das mit dem Durst noch ein wenig im Griff - Adrenalin hilft über Einiges hinweg und lässt einen Vieles nicht spüren. Aber der restliche Tag war gelaufen, eigentlich war ich reif für ne Infusion. Kopfschmerzen, Müdigkeit, leichter Schwindel und Unwohlsein (gelinde ausgedrückt). Ich war froh, das Auto nach der Heimfahrt vom Rennen heile in die Garage gestellt zu haben.:oDas passiert mir nicht noch mal! Wünsche ich niemandem.

Merlin
07.04.2009, 14:37
Ach ich kann zu diesem Thema etwas beitragen:
vor einem Duathlon (letztes Jahr) kan ich auf die gloreiche Idee, am vorabend zu Grillen...(schön viel Fleich mit Fertt, etc).
Die Quittung habe ich schon beim Warmlaufen bekommen -> Die Übelkeit kan.
Während des Rennens (als erstes 5Km Lauufen) wurde die Übelkeit immer schlimmer und ich konnte mich gar nicht mehr aufs Laufen konzentrieren, ich war eigentlich nur damit beschäftig, meine "Steine im Magen" nicht auf der Straße zu verteilen. Zum Glück besserte sich dieser Zustand während des Radfahrens... und beim zweiten Laufen war ich dann doch schon fitt.

Leute, kommt bl0ß nich auf die Idee, vor einem Wettkampf zu grillen, esst lieber etwas leichtes.

Grüße
Philipp

Ausreißer
07.04.2009, 21:23
Moinsen zusammen!
Das ist mal wieder ein Thema, wo jeder mitreden kann.
Voreinigen Jahren habe ich bei einer langen Trainingsrunde einen Hungerast bekommen, der mich dazu zwang Blaubären zu pflücken, weil ich meine Riegel schon aufgebraucht hatte. Ich war echt froh, als ich wieder zu Hause war. Jede Kurbelumdrehung tat weh.
Und dann noch was! Niemals übermütig sein, wenn man die Strecke nicht kennt.
Letztes Jahr bei der Tour de Energie in Göttingen lief es richtig gut. In der Gruppe meist im vorderen Bereich unterwegs und die Anstiege gingen auch gut. In einer kleinen Ortschaft dachte ich, dass ich wegfahren könnte. Bloß blöd, wenn kurz danach der Bramwald mit seinem Anstieg kommt. Ich konnte noch etwas wegfahren, aber der Berg hatte es in sich. Für dieses Jahr mach ich mir das Höhenprofil an meinen Vorbau. Das sollte mich hoffentlich dran erinnern, den Fehler nicht zweimal zu machen.

Gruß Ausreißer

Radelmaxe
16.04.2009, 08:44
Letztes Jahr bei der Tour de Energie in Göttingen lief es richtig gut. In der Gruppe meist im vorderen Bereich unterwegs und die Anstiege gingen auch gut. In einer kleinen Ortschaft dachte ich, dass ich wegfahren könnte. Bloß blöd, wenn kurz danach der Bramwald mit seinem Anstieg kommt. Ich konnte noch etwas wegfahren, aber der Berg hatte es in sich.

Da bin ich auch schon gespannt auf die Anstiege bei der Tour de Energie. Werde aber sicher vorher gut Energie tanken und dann das Höhenprofil studieren...:D

Ein Klassiker unter den Fehlern ist auch der falsche Reifendruck. Gerade bei Nässe pumpen viele die Reifen zu hart auf und verschenken dadurch wertvollen Grip....Meine Empfehlung: Im Trockenen 8-9 Bar und bei Nässe 6-7 Bar...:)